Inspiration für diese Arbeit waren Hunderte von Dias aus meiner Kindheit, die ich bei meinen Eltern gefunden habe. Die Beschäftigung mit diesen Bildern weckte Erinnerungen, führte mich zurück an Orte der Vergangenheit.
Auf einem der Bilder sah ich mich auch in meinem roten Pullover. Das rote Strickobjekt in der Installation lässt diesen noch erahnen. Es spannt sich durch den Raum - wird zur Grenze zwischen Gegenwart und Vergangenheit.
Darüber „schwebt“ eine rechteckige Fläche aus Licht, ein Fenster in die Zukunft oder Projektionsfläche für die je eigenen Erinnerungen der BesucherInnen.
Die Bilder der Kindheit werden nicht gezeigt sondern durch die leere Dia-Projektion ersetzt. Die Erinnerungen sind eingestrickt und verwoben im roten Objekt. Schön geordnet, Masche an Masche zu einer Kette geformt oder ausufernd, sich in Ausstülpungen und Verzweigungen verlierend. Die Auswüchse der Erinnerungen enden in einzelnen Wollfäden und Knäueln, können aufgenommen und weitergestrickt werden.
INSTALLATION